The Arc of Irish Dance
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e. V.

 

Ursprünge

Irish Dance ist eine Tanzart aus Irland. Ihr genaues Entstehungsdatum ist bis heute nicht eindeutig zu ermitteln. Der Ursprung ist wahrscheinlich auf rituelle Tänze der Druiden zurückzuführen. Mit ihren Ringtänzen verehrten sie die Sonne und die Eiche, beides waren Symbole des Lebens.

Über die Jahrhunderte hinweg soll sich der Tanz durch Einflüsse verschiedener Kulturen immer weiterentwickelt haben, bis er im späten Mittelalter in Burgen und Schlössern aufgeführt wurde. Durch die „Dance Masters“, reisende Tanzlehrer im 18. Jahrhundert, wurden Schrittfolgen für Solo- und Gruppentänze perfektioniert und das Tanzen als Sport etabliert.

Jahrzehntelang wurde das Tanzen allerdings unterdrückt. Denn die römisch-katholische Kirche betrachtete sie als Gefahr für den religiösen Glauben und stellte das Tanzen sogar unter Strafe. Erst 1893 erhielt der irische Tanz wieder einen Aufschwung. In diesem Jahr gründete sich nämlich die „Gaelic League“, die sich für die Stärkung und Förderung der irischen Kultur und damit auch des Tanzes einsetzte. Es entstanden Tanzverbände und geregelte Wettkämpfe.

International bekannt wurde der Sport durch den Riverdance-Auftritt 1994 beim Eurovision Songcontest.

Tanzweise

Irish Dancer zeichnen sich durch ihre aufrechte Haltung und die flinken Füße aus. Die Arme werden an den Oberkörper gepresst, während die Füße komplizierte Schrittfolgen tanzen. Durch Sprünge und rasanter Fortbewegung erzeugen die Tänzer/-innen die Aufmerksamkeit ihrer Zuschauer/-innen. Eine Besonderheit besteht darin, überwiegend auf den Zehenspitzen zu tanzen. Irish Dance schult nicht nur die Balance, sondert trainiert primär die Bein- und Gesäßmuskulatur. Außerdem fördert dieser Tanzsport eine gesunde Haltung und steigert die Konzentrationsfähigkeit.

Tänze

Irish Dance kann als Solo- oder als Gruppentanz getanzt werden. Dabei gibt es drei grundlegende Tänze: der Reel (4/4-Takt), der Jig (6/8-Takt oder 9/8-Takt) und der Hornpipe (punktierter 4/4-Takt oder 2/4-Takt). Die Schwierigkeit der Schritte hängt vom Leistungsniveau der Tänzerin/des Tänzers ab. Zunächst werden einfache Schrittfolgen unterrichtet, die nach und nach anspruchsvoller werden. Die Gruppentänze werden als Ceilis bezeichnet. Sie bestehen aus wenigen Basisschritten, die zu verschiedenen Figuren zusammengefügt werden.

Kleidung

Im Training tragen wir bequeme Sportkleidung, die uns viel Bewegungsfreiheit ermöglicht. Dazu gehören zum Beispiel Leggings oder Hotpants, aber keine Jeans.

Auf Shows und Wettkämpfen tragen Männer schwarze Hosen und Hemden sowie Westen und Sakkos beim Tanzen. Frauen tragen hochgeschnittene Kleider mit langen Ärmeln und kurzem Rock. Dazu gehören entweder schwarze Strumpfhosen oder weiße Socken, die „Poodle Socks“. Außerdem tragen Frauen oftmals Haarteile oder Perücken mit Locken.  

Abhängig vom Tanz werden verschiedene Schuhe getragen. Dabei handelt es sich entweder um Softshoes oder um Hardshoes. Hardshoes haben einen Absatz an der Hacke („Heel“)und eine Platte unter den Zehen („Tip“). Mit den Heels und Tips können wir eigene Rhythmen erzeugen, was den meisten als das „Klackern“ der irischen Stepptänzer bekannt sein dürfte. Die Hardshoes werden mit einer Lasche befestigt. Softshoes erzeugen keine Geräusche, da sie weder Heel noch Tip haben. Sie werden mit einem Schnürsenkel um den Fuß gebunden. Sie ermöglichen lautlose und vor allem elegante Bewegungsmuster auf der Bühne.